1987 Heidi Schäfer macht Bekanntschaft mit einem 10-jährigen Jungen, der als Schuhputzer sein Geld verdient. Täglich besucht er das Haus der Schäfers und man lernt sich besser kennen. Nach einiger Zeit bittet der Junge Frau Schäfer, bei seiner anstehenden Firmung Patin zu sein. Diese willigt ein, möchte aber die Familie näher kennenlernen und auch sehen, wo sie wohnen. Der Junge führt Frau Schäfer in ein Armenviertel auf dem Hügel Bellavista, wo die Menschen unter erbärmlichen Bedingungen hausen. Acht Personen in einem kleinen Raum, vielfach allein erziehende Mütter, viele haben Alkoholprobleme. Mütter, die in die Stadt gehen um Geld zu verdienen lassen die Kinder alleine zurück, Babys werden am Bett festgebunden und sterben an Wasserentzug oder bei Wohnungsbränden. Zuhause in ihrer Heimat-Pfarrei in Grünwald bei München berichtet Heidemarie Schäfer von dem gesehenen und es werden Gelder zusammengetragen, um den Menschen zu helfen. 1988 Mit den Spenden und dem Erlöse eines Basars in Grünwald wird die Casa Colibri ins Leben gerufen: In einem zu Miete genommenem Haus direkt in dem Armenviertel können Mütter tagsüber ihre Kinder zur Betreuung bringen. Etwa 40 Kinder werden hier betreut. Das Projekt wird sehr gut angenommen. Im gleichen Viertel wird eine Wäsche-Waschanlage gebaut. Hier waschen Frauen gegen ein kleines Entgelt die Wäsche ihrer Clientel, die zumeist aus einer sozialen Schicht stammt, die sich selbst keine Waschmaschine leisten kann. Während einer der Sprechstunden, die Heidemarie Schäfer mit Frauen abhält regt sie an, "statt stundenlang zu reden" könnten die Frauen z.B. Stricken und produktiv sein. "Wenn Sie es uns zeigen!" ist die Antwort. Zusammen mit einer weiteren Mitarbeitern gibt Heidi Schäfer in der Folgezeit Strick-Unterricht. 1991 In der Schule Gustavo Jaramillo nahe der heutigen Casa del Sol sind etwa 350 Kindern aus ärmsten Verhältnissen. Zum Teil stark unterernährt kommt es vor, dass sie mangels Frühstück im Unterricht ohnmächtig werden. Hierauf wird ein Schulfrühstück eingerichtet, das sich großer Beliebtheit erfreut. Finanziert wird es heute von Familien aus Taufkirchen bei München. 1994 Der Unterhalt der Casa Colibri wird immer schwerer, da durch Mietwucher der Mietzins unbezahlbar wird. Mit Hilfe von Spenden aus Deutschland wird die Casa del Sol direkt oberhalb des barrios gebaut. Am 28. April ist die Einweihung. Die Nachfrage ist aber so groß, dass Casa Colibri und Casa del Sol noch einige Zeit parallel betrieben werden. 1996 Eine größere Einzelspende ermöglicht den Bau des Kindergartens in San Miguel de Calderon, nordöstlich von Quito an der Panamericana in Richtung Otavalo. San Miguel de Calderon wird von einer Spendergruppe aus Bamberg finanziert. 1998/99 In der Casa del Sol wird zusätzlich zur Kinderkrippe ein Mittagstisch eingeführt, und eine Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, die hier ihre Hausaufgaben machen können. Die Betreuung erfolgt durch equadorianische Mitarbeiter, und Voluntäre (Studenten der Universität San Francisco, sowie freiwillige aus Deutschland und anderen Ländern.) In der Casa del Sol entsteht eine Nähecke und es werden Näh- und Strickkurse mit staatlichem Diplom angeboten. Produkte der Näherei werden in Deutschland verkauft. Die Pfarrei in Grünwald hat ein Zimmer als Bodega zur Verfügung gestellt und freiwillige Helfer verkaufen die Wahre z.B. auf dem Weihnachtsmarkt. . 1999 Auf dem Großmarkt im Zentrum von Quito im Stadtteil San Roque wird ein Kindergarten eingerichtet, zu dem die Indianer, die auf dem Markt als Verkäufer oder Träger arbeiten ihre Kinder bringen können. 2002 Die Fernsehsendung Sternstunden bietet die Zusammenarbeit an. 2003 In Oyacoto entsteht auch mit Hilfe von Sternstunden ein Projekt, das minderjährigen Mädchen (ab 12 Jahre) die nach den 6 Jahren Schulpflicht keinen Ausbildungsplatz finden die Chance einer Ausbildung als Näherin gibt. 20 Mädchen erhalten angeleitet von einer Meisterin an 20 Industrienähmaschinen die Möglichkeit ein staatliches Diplom zu erwerben. Sternstunden finanziert den Bau des Kindergartens El Tejar und kommt zum Filmen eines ersten Vorberichts. Der Abschlußbericht wurde im Februar 2006 gesendet. Für den Unterhalt des Kindergartens ist El Tejar auf Spenden angewiesen. 2005 Die Strickkurse sind abgeschlossen und die Strickerinnen haben sich ins Ecuadorianische Handelsregister eintragen lassen, um Ihre Produkte auch im eigenen Land verkaufen zu können. In zwei Geschäften und auf den Märkten wird ihre Wahre angeboten. 2006 Im Februar wird der Abschlussbericht der Sendung "Sternstunden" ausgestrahlt. 2010 Erzbischof Vela hat, auf Bitten von Frau Schäfer, La Casa del Sol unter den Schutz der Diozöse genommen. Es gehört nun offiziell zur Pastoral Social - Caritas del Ecuador, bleibt aber weiterhin unter der Leitung von Frau Schäfer.

Historie des Projekts Casa del Sol

April 2014
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Förderkreis Ecuador e.V.